Aufregend! Ich habe meine erste eigene Vernissage organisiert. Das war super. Zum Jahre 2020 waren es genau 20 Bilder, die ich gemalt hatte. Frei nach dem Motto: Wofür ver(sch)wendest du deine Zeit in Corona?
Der Titel war darauf ausgelegt, das Po-rona für den A**** ist und wir wahrscheinlich alle einfach viel zu viel Zeit hatten, um über irgendwas und am meisten über das eigene Leben nachzudenken. Das waren wilde Zeiten, oder? Nicht rausgehen dürfen, eine ständige Angst krank zu werden, diese Ungewissheit und ein durchwachsenes, mulmiges Gefühl. Auch zwischen Tür und Angel und Diskussionen zu stehen, die Menschen entzweien.
Ich habe meine Zeit mit Malen verbracht. Ich habe meine alten Wasserfarben aus der Grundschule, die übrigen Filsstifte, Buntstifte und den klassischen Schulblock mit dem Format A3 ausgepackt. Seit langem mal wieder einen Pinsel zu schwingen, hat mich sichtlich verschlungen. Ich habe die Zeit vergessen und war richtig im Flow. Als im Sommer die ersehnten Lockerungen zum Lockdown kamen, habe ich das direkt genutzt und alle Menschen mobilisiert, die ich endlich mal wieder auf einem Haufen und zusammen sehen wollte. Und so ist meine erste Vernissage entstanden: bei meinen Eltern zu Hause im Garten. Das war magisch!
Dafür habe ich alle Hecken mit weißen Laken abgehangen und meine Bildern mit Wäscheklammern aufgehangen. So entstand ein kleiner Rundgang. Für die romantische Abendbeleuchtung gab es selbstverständlich genug Lichterketten. Außerdem organisierte ich ein kleines Buffet, genug Sekt und eine kleine Mal-Challenge für alle Anwesenden. Voll provisorisch und doch mit ganz viel Charme. Ein unvergesslicher Sommerabend.
Verkauft habe ich an diesem Abend nichts, aber ich wurde das erste Mal mit dieser Frage konfrontiert. Falls du mehr zu den Bildern erfahren möchtest, schreib mir gerne. Weißt du noch, was dich damals so beschäftigt hat?
Anbei ein kleiner Abriss zu den entstandenen Bildern:
25.-26. März
1. OH BRÜSTE
Ein (un)beobachteter Augenblick. Unschuldig, aber genau wissend, was sich darunter verbirgt zieht sie verführerisch ihr Shirt aus. Und hoppla, was für ein verspieltes Dessous hat sich da denn versteckt. Hot hot hot grrr
27.-29. März
2. BEIJO (Kuss)
Kannst du dich noch an deinen schönsten Kuss erinnern?
Wie elektrisch und magisch es war?
29.-30 März
3. ICH BRENNE FÜR…?
Was entfacht deine innere Flamme? Was ist deine persönliche Leidenschaft? Für was brennst du? Tell me more about it.
31. März – 2. April
4. WALD
Ein Wal im Wald – ein klassischer WALD.
Kleiner Wortwitz nach meinem Geschmack.
2.-5. April
5. PAPAGEIST
Dieser PAPAGEI ist der Paradiesvogel, der für Freiheit steht.
Er greift sinnbildlich nach einem Gehirn, um sich seinem inneren FreiGEIST hinzugeben und mit ihm davonzufliegen.
6.-7. April
6. UNFERKTION
Für mich wirkt es so „UNFER“tig, und dennoch könnte ich keinen Strich mehr hinzufügen. Es ist vollkommen und die Perfe“KTION“ in sich. Eine malerische UNFERKTION.
10. April
7. KNACKPOPO
Zum Anbeißen und Genießen.
13.-14. April
8. KOPFSCH[VIR]USS
Wenn man genau hinschaut, erkennt man noch den Mundschutz, den ein Skelettmund schmückt. Wäre die Sonne blutig rot, würde es hier einem KOPFSCHUSS ähneln, denn die Welt stirbt und die Gesellschaft ist krank, und zwar nicht nur we-gen dem aktuellen VIRUS. Insgesamt wirkt es dennoch paradiesisch. Sicherlich wird vieles besser geredet als es ist, und doch ist es schön, hier zu sein. Wusstest du, dass Efeu ein Symbol für Unsterblichkeit und ewiges Leben ist?
15.-18. April
9. PRIMINDIANER (Kultur gegen Kaugummi)
„PRIM“ steht für „PRIMITIV“, denn so ist es, wie sie behandelt wurden. Ganz getreu: „Stopft ihre Mäuler mit Kaugummi und verblendet ihre Sicht mit Sonnenbrillen. So merken sie erst dann, wenn es zu spät ist, dass wir sie eigentlich nur um ihre Kultur und ihr Land berauben.“
19.-23. April
10. PORONA
PORONA stoppt die Zeit.
Es herrscht ein routiniertes Wechselspiel von Tag und Nacht. Wir sind dennoch zeit-los, denn wir sind die Zeit los. Es sind stür-mische Zeiten, neue Umstände und nie-mand weiß so genau, wie es weitergeht. Aber das muss man eigentlich auch gar nicht, denn das wichtigste ist seine Zeit gut zu verbringen, oder?
Entstehungsidee durch Stichworte Tizian Walsers:
„Corona und Kampf gegen Langeweile.“
6.-23. Mai
11. KRONE DER SCHÖPFUNG
Du bist geerdet. Das bedeutet, aber nicht, dass du nicht mehr sein kannst. Alles, was in dir steckt, kann eine neue Welt sein. Alles, was du bist, reicht aus, um großes zu vollziehen und großartiges zu schaffen. Du bist die KRONE deiner eigenen SCHÖPFUNG.
23.-28. Mai
12. LOLL (Lick Or Light Lips)
You’re not gonna be payed for, but do it for the camera, baby!!
9.-15. Juni
13. TUBEDROP
Sind wir als Internetsurfer nicht verlorener denn je in einer gewaltigen Informations-flut? Es ist viel, mehr und am meisten mit welchem Input wir überschwemmt wer-den. Es gilt das alles nicht als Flut, sondern als Welle zu sehen und die besten Mitteilungen für sich zu dropen.
29. Mai – 4. Juni
14. LA DOLCE DONNA (Die süße Frau)
Rote Tränen als Zeichen ihrer unbändigen Gefühle. Rote Lippen, weil sie sich den Mund quasslig redet und ihre Gedanken kein Ende finden. Sie ist so voller Sorgen, Fürsorge, Leidenschaft und Energie. Unterm Strich wirkt es harmonisch und in sich stimmig. Es ist wundervoll und DOLCE eine DONNA zu sein!
4.-5. Juni
15. RAYO DE ESPERANZA (Hoffnungsschimmer)
Jeder kennt diese Momente der Verzweiflung und der inneren Zerrissenheit, der tiefen Leere und der dunklen Situationen. Das darf einen runterziehen, aber nur diesen Moment lang. Es geht irgendwie weiter, und manchmal ist es zwar nur ein kleiner Lichtflimmer, HOFFNUNGSSCHIMMER gibt es aber immer.
5.-8. Juni
16. TANZ MAL DRÜBER NACH
Musik an, Welt aus. Abgeschottet wie in einem anderen Universum. Ohne Worte und gedankenlos. Fühl den Beat und spür den Rhythmus. Hemmungslos und ausgiebig. Tanzen tut der Seele gut!
9.-20. Juni
17. SIMPLICITY
Die Konturen von Frau und Mann sind reduziert auf ihre einfachen Körper. Der Mann wirkt in seiner muskulösen Stärke verletzlich. Die Frau wirkt zart und dennoch selbstbewusst.
Es scheint so einfach „zu sein“, dabei ist es das nicht. Wir und die Welt stecken voller Widersprüche. Alles andere wäre zu einfach.
18.-19. Juni
18. MA CHERIE (Was ist dein Ero-Tick?)
Die drei Grundfarben Rot, Blau und Gelb. Aus ihnen kann jegliche weitere Farbe gemischt werden. Eine Anspielung auf das bunte Gefühlschaos, das uns innewohnt. Sicherlich wusstest du, dass Rot für pure Energie steht, sie ist die Farbe von Feuer und Leidenschaft. Wusstest du auch, dass Blau eine beruhigende Wirkung auf uns hat und gut zum Kuscheln ist? Gelb ist übrigens die Farbe der Leichtigkeit und Experimentierfreude
– gut für frischen Wind. Und ist es nicht so, dass erst die Kombination aus allen, das zarte, wilde Spiel vollkommen macht?
22.-30. Juni
19. GEDANKENTUM
Alles was von uns und wie wir wahrgenommen werden, kratzt nur an unsere Oberfläche. Machen wir uns manchmal nicht über so viel mehr Gedanken, was wir gar nicht auszusprechen wagen?
Über Wünsche, Hoffnung, Sorgen und Träume, an denen unser Herzblut haftet. Ein endloser Gedankenfluss. Schon mal darüber nachgedacht, dass deine GEDANKEN wirklich das einzige sind, was tatsächlich nur dir gehört? Dein wahrstes EigenTUM.
23. Juni
20. GEZEICHNET VOM LEBEN
Wir erleben so viel, was wir uns gegenseitig nicht ansehen.
Was ist ihre Geschichte?

Hinterlasse einen Kommentar